Malignes Melanom (schwarzer Hautkrebs)

Der schwarze Hautkrebs (das maligne Melanom) ist von allen Hauttumoren der bösartigste, denn er kann bereits früh zur Metastasenbildung führen. Durch regelmäßig durchgeführte Vorsorgeuntersuchungen, insbesondere auch unter Zurhilfenahme modernster Analyseverfahren (digitale Videoscan-Technologie) kann dieser Hautkrebs meist im Anfangsstadium erkannt werden. Dadurch haben sich die Überlebensraten deutlich gebessert.

 

 

Symptome

 

In einer ersten Orientierung bei der Beurteilung eines Pigmentmals dient die sogenannte ABCDE-Regel als Faustregel. Wenn mindestens zwei der folgenden fünf Kriterien zutreffen, raten wir meist zu einer vorsorglichen Entfernung des Flecks:

 

A steht für die Asymmetrie: nicht symmetrisch, z. B. nicht rund oder oval

B steht für Begrenzung: unregelmäßig oder unscharf

C steht für die Farbe (Color): unterschiedlich starke Pigmentierung, Mehrfarbigkeit

D steht für Durchmesser: größer als 5 mm

E steht für Entwicklung: neu und in kurzer Zeit entstanden

 

 

Diagnose

 

Durch Anwendung der ABCDE-Regel und insbesondere durch Zurhilfenahme der Video-Auflichtmikroskopie mit 20-50facher Vergrößerung sowie Phasendetektion können maligne Melanome häufig schon in einem frühzeitigen Stadium professionell erkannt werden. Auffällige Pigmentmale werden chirgisch entfernt und zur genauen Diagnosestellung auf Zellebene feingeweblich (histologisch) aufbereitet und mikroskopisch beurteilt.

 

 

Behandlung

 

Chirurgische Entfernung

 

Bei Hautkrebsverdacht schneiden wir den verdächtigen Hautfleck in örtlicher Betäubung heraus, immer mit einem kleinen Sicherheitsabstand. Das entfernte Material wird in ein Labor eingeschickt und unter dem Mikroskop untersucht. 
Falls sich der Tumorverdacht in der mikroskopischen Untersuchung bestätigt wird ein Nachschnitt notwendig, dessen Tiefe von der Eindringtiefe des Melanoms abhängt.

 

Chemotherapie

 

Hat der Tumor bereits Metastasen in Haut, Lymphknoten und inneren Organen gebildet wird eine Chemotherapie eingesetzt. Das kann entweder einzeln oder in Kombination von mehreren Chemotherapeutika oder mit Immuntherapie bei Metastasierung eingesetzt. Diese Behandlung wird in spezialisierten Zentren durchgeführt.

 

 

Entstehung

 

UV-Strahlung

 

Das Deutsche Krebsforschungszentrum sieht eine starke Belastung durch UV-Strahlung, insbesondere Sonnenbrände, als wesentlichen Risikofaktor für das Melanom an. Dabei kommt es zu einer Schädigung der genetischen Zellsubstanz in den oberen Hautschichten. Bei wiederholten Sonnenbränden (speziell in der Kindheit!) können diese Zellveränderungen von den körpereigenen Schutzmechanismen nicht mehr repariert werden - es kommt zur Entstehung und Vermehrung entarteter Zellen.

 

weitere Risikofaktoren

 

  • Hellhäutigkeit, rote und blonde Haare, helle Augenfarbe
  • Neigung zu Sonnenbränden bei Exposition gegenüber UV-Licht
  • hohe Zahl gewöhnlicher melanozytärer Naevi (Muttermale)
  • Melanome in der Familie
  • Immunsuppression
  • frühere maligne Erkrankung

 

 

Vorsorge

 

Sonnenschutz

 

Tragen Sie Sonnencreme (Faktor 30 und aufwärts) 2mal täglich auf und vermeiden Sie die sonnenintensivsten Stunden um die Mittagszeit herum. Inzwischen gibt es auch hochwertige Bekleidung (insbesondere auch für sportliche Outdooraktivitäten), die einen Großteil der UV-Strahlen herausfiltert.

 

 

Früherkennungsmaßnahmen

 

Einmal jährlich sollten Sie Ihre Haut bei einem Facharzt für Hauterkrankungen auf kritische Pigmentflecken und verdächtige Muttermale untersuchen lassen. Fast jeder Mensch hat Muttermale und Pigmentflecken - wichtig ist deren regelmäßige Beobachtung. Finden Veränderungen in Form, Farbe, Größe oder Verhalten (z. B. Juckreiz, Verkrustung, Blutung) eines solchen Flecks statt sollten Sie unbedingt Ihren Hautarzt aufsuchen. Verdächtige Veränderungen können dann hoffentlich rechtzeitig entfernt und im Labor untersucht werden. Vor allem die genaue Untersuchung durch die Auflichtmikroskopie kann mutierende Hautzellen besonders frühzeitig feststellen